Autor: Daniela Berg 8. November 2018

IT-Begriffe, deren Bedeutung Sie kennen sollten – Teil 1

Im Zeitalter der Digitalisierung nimmt auch die Anglisierung – also die vermehrte Aufnahme englischer Begriffe in unseren Wortschatz – zu. Besonders ausgeprägt ist dies in der IT-Branche, wo von Cookies, Bots, Clouds und Data die Rede ist. Gerade in der deutschen Sprache tun sich manche mit diesen neuen IT-Begriffen schwer. Was bitteschön ist ein Internet der Dinge? Und was darf ich mir unter der Industrie 4.0 vorstellen?

In diesem Glossar in vier Teilen finden Sie Antworten auf Ihre Fragen.

Cookies

„Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Durch die Benutzung der Seite stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.“ Hinweistexte wie diese sehen Sie beim Surfen im Internet fast täglich. Denn nach einer EU-Richtlinie sind Seitenbetreiber dazu aufgefordert, die Einwilligung zur Cookie-Speicherung von Erstbesuchern einzuholen.

Cookies, das sind kleine Textdateien mit Daten zu Ihrem Nutzerverhalten, Ihren Suchaufträgen und Ihren Einstellungen. Sie werden automatisch im Browser gespeichert. Cookies versehen Internetseiten mit einer Art Gedächtnis, um die Nutzererfahrung zu personalisieren.

Geben Sie zum Beispiel auf einer Webseite Ihr Geburtsdatum ein, bleibt dieses gespeichert. So sparen Sie sich zukünftig die wiederholte Eingabe. Suchen Sie in einem Online-Shop nach einem bestimmten Produkt, bekommen Sie künftig ähnliche, auf Sie zugeschnittene Angebote präsentiert.

Cookies ersparen Ihnen eine Menge Zeit und Mühe. Andererseits sammeln sie aber auch sehr aktiv Daten. Wenn Ihnen das nicht gefällt, sollten Sie in Ihren Browser-Einstellungen die nötigen Änderungen vornehmen. Sie können Cookies vollständig blockieren (was jedoch wenig empfehlenswert ist), nach der Schließung der Sitzung sofort wieder löschen lassen oder auch manuell löschen.

Blockchain

Von Bitcoin haben Sie sicherlich schon gehört. Die digitale Währung basiert auf einer Blockchain und war damals die erste Kryptowährung, welche diese neue Technologie verwendete. Eine Blockchain ist eine beliebig erweiterbare Liste an Datensätzen (also eine Kette von Blöcken), die nicht veränderbar oder manipulierbar ist. Daten, die in der Blockchain gespeichert wurden, sind mittels kryptographischer Verfahren verschlüsselt und deshalb vor neugierigen Augen geschützt.

Sie können sich eine Blockchain wie eine verteilte Datenbank vorstellen, von der jeder Nutzer eine eigene vollständige Kopie besitzt. Da aber eben jene Datenbank auf keinem zentralen Server liegt, hat auch keine Instanz die vollkommene Gewalt darüber.

Dadurch, dass Blockchains fälschungssicher sind, werden Mittelsmänner überflüssig. Zahlungen und sonstige Transaktionen können direkt zwischen zwei Endnutzern stattfinden. Genau diese Eigenschaften machen die Technologie so begehrt.

Ursprünglich wurde die Blockchain als eine Alternative zum Bankensystem entwickelt, um Finanzdienstleistungen schneller, günstiger und sicherer abzuwickeln. Doch auch andere Branchen haben daran großes Interesse. Mit der Technologie lassen sich zum Beispiel Verträge abschließen, Wahlen abhalten, medizinische Informationen weitergeben und Produktwege zurückverfolgen. Eine vielversprechende Technologie also, an der aktuell noch sehr intensiv geforscht wird.

Chatbot

Ein Chatbot ist, plump gesagt, ein Roboter, mit dem Sie kommunizieren können. Auf Chatbots treffen Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit, wenn Sie im Support-Bereich einer Webseite eine Frage stellen oder wenn ein Online-Shops Sie mit „Hallo. Wie kann ich Ihnen weiterhelfen?“ begrüßt.

Chatbots sind mit einer Art Volltextsuchmaschine gleichzusetzen, die meist lernfähig ist und damit die Rolle eines virtuellen Assistenten übernimmt. Chatbots können ganze FAQ-Seiten ersetzen, tagesaktuelle Informationen aus dem Internet liefern, persönliche Termine verwalten, Serviceanfragen verarbeiten, Tickets reservieren, nach Produkten suchen und Reisen buchen.

FinTech

Den Begriff FinTech, zusammengesetzt aus den Wörtern „Finanzdienstleistungen“ und „Technologie“, verwenden wir seit dem Jahr 2008. 

Dahinter verstecken sich innovative Firmen, meist Start-ups. Sie können Ihre Produkte und Dienstleistungen durch das Heranziehen digitaler Technologien schneller und kosteneffizienter anbieten als traditionelle Akteure aus dem Versicherungs- und Bankenwesen.

Einsatzgebiete von FinTech-Technologien sind zum Beispiel transnationale Überweisungen (siehe TransferWise), Zahlungsabwicklungen in Online-Shops (siehe Stripe) und die Vermögensverwaltung (siehe Wealthfront).

Im zweiten Teil dieser Serie erfahren Sie in Kürze, was sich hinter den Begriffen Industrie 4.0, Crowdsourcing, SaaS und RSS-Feed versteckt.

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