Autor: Daniela Berg 20. November 2018

Teil 2: IT-Begriffe, deren Bedeutung Sie kennen sollten

Im zweiten Teil unseres Glossars erfahren Sie, was sich hinter den IT-Begriffen Industrie 4.0, Crowdsourcing, SaaS und RSS-Feed versteckt. 

Industrie 4.0

Der Begriff Industrie 4.0 wurde 2011 auf der Hannover-Messe definiert. Gemeint ist damit die vierte industrielle Revolution, die auf die ersten drei – Mechanisierung, Massenfertigung und Digitalisierung – folgt. Das „4.0“ soll an die typische Produktbezeichnung in der Softwareindustrie erinnern.

Die noch weitestgehend ausstehende Entwicklung intendiert die digitale Optimierung der Industrie: Menschen, Maschinen und Sensoren vernetzen sich und kommunizieren miteinander. Technische Assistenzsysteme stellen Arbeitern Informationen bereit. Systeme entscheiden und arbeiten eigenständig und so weiter. Durch die erhöhte Flexibilität der Fabriken können diese dann auch individuelle Produkte fertigen, ohne den schnellen Rhythmus der Massenproduktion aufzugeben.

Crowdsourcing

Der Begriff Outsourcing gehört schon etwas länger zur Geschäftswelt. Er bezeichnet die Auslagerung von Aufgaben aus dem Unternehmen an Dritte. Ähnlich verhält es sich mit Crowdsourcing. Nur überträgt ein Unternehmen hier die Aufgaben an die „Menschenmenge“ (meist eine Gruppe von Internetnutzern).

Dadurch greift das Unternehmen auf die Intelligenz der Masse, also die diversen Kompetenzen und Ideen der Internetnutzer, zurück. Die Beitragenden erhalten meist keine Vergütung, dafür aber andere Formen der Belohnung wie zum Beispiel öffentliche Anerkennung. Aufgaben, die das Leben der Beitragenden zum Positiven beeinflussen, sind besonders beliebt.

Ein prominentes Beispiel für Crowdsourcing ist Wikipedia. Die Unternehmen haben nicht nur den Vorteil, kostengünstige Beiträge zu erhalten. Vielmehr schaffen Sie durch die Einbindung der Öffentlichkeit zukunftsfähige Lösungswege.

Crowdsourcing

SaaS

Die Abkürzung SaaS steht für „Software as a Service“. Das bedeutet, dass der Kunde die Anwendung eines Softwareanbieters gebührenpflichtig nutzen kann, ohne eine klassische Lizenz zu erwerben. 

SaaS

Die Anwendung wird über das Internet bereitgestellt und orientiert sich am individuellen Bedarf. Zudem kümmert sich der Anbieter um die Wartung und ständige Aktualisierung der Software. Für den Kunden entstehen so keine Mehrkosten und Mühen.

RSS-Feed

RSS steht für „Rich Site Summary“ oder auch „Really Simple Syndication“. Hierbei handelt es sich um ein Dateiformat für schnelllebige Webseiteninhalte (meistens Nachrichten, Blogeinträge oder Podcasts).

Stellt eine Webseite ihre Inhalte per RSS zur Verfügung, können Besucher, die an Aktualisierungen und Neuigkeiten interessiert sind, diese damit abonnieren. Der RSS-Feed, in dem die neuesten Beiträge aufgelistet sind, wird dann entweder direkt im Browser oder in einem speziellen RSS-Reader angezeigt.

Der Feed wird von nun an regelmäßig mit neuen Inhalten befüllt. Dank RSS bleiben die Abonnenten immer auf dem Laufenden, ohne jedes Mal die Webseite aufrufen zu müssen. Halten Sie deshalb Ausschau nach dem kleinen orangefarbenen Logo.

RSS

Sie haben den ersten Teil noch nicht gelesen? Erfahren Sie dort, was Cookies, Blockchain, Chatbot und FinTech bedeuten. Im dritten Teil dieser Serie erfahren Sie in Kürze, was sich hinter den Begriffen Künstliche Intelligenz, Internet der Dinge, Big Data und Cloud Computing versteckt

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